Rezensionen

*WERBUNG*

Hier möchte ich verschiedeneste Bücher/Materialien rezensieren, die ich meist von den entsprechenden Verlagen oder Portalen zur Verfügung gestellt bekomme (entsprechend gekennzeichnet durch Angabe des Portals o.ä.), vielleicht ergibt es sich aber auch normal gekauftes Material, das ich einfach toll finde, hier vorzustellen. Dabei ist mir wichtig: Ich rezensiere ausschließlich das, was ich selbst für sinnvoll halte und mir vorstellen kann in meinem Unterricht zu integrieren bzw. dort fest integriert ist. Selbstverständlich (ist für mich Ehrensache!) schreibe ich die Rezensionen ehrlich und möchte auch Nachteile oder Mängel benennen. Dies gehört für mich zu einer sinnvollen Rezension einfach dazu. Und ganz wichtig: ich bekomme keinerlei Geld oder Sonstiges für die Rezensionen, außer das Rezensionsexemplar selbst!


Der kleine Seeräuber Schokobart

Ein Vater-Sohn-Projekt, ein Crowdfunding-Projekt – das ist die Geschichte vom kleinen Seeräuber Schokobart, der so heißt, da er total gerne Kakao trinkt und hinterher eben immer einen Schokobart hat.

Die Vorlesegeschichte für kleine Abenteurer eignet sich meiner Meinung nach für Kinder ab 3 Jahren. Mein Kleiner ist 5 ½ und hat wirklich ganz gespannt gelauscht und die tollen Bilder, die der Autor selbst gezeichnet hat, betrachtet.

Viel zu schnell war diese Geschichte zu Ende gelesen, sie umfasst 22 Seiten mit Text in handgeschriebenen Großbuchstaben, sodass sofort verhandelt wurde, dass die Geschichte nochmal gelesen werden musste und außerdem: „Mama kauf doch bitte noch ein Buch mit Schokobart!“

Auch ich finde die Geschichte vom kleinen Schokobart wirklich nett gemacht. Während seiner Schatzsuche gerät er in Schwierigkeiten und muss scheinbar unüberwindbare Probleme lösen. Wie er dies tut und ob er am Ende einen Schatz findet, wird nicht verraten! Das dürft ihr selbst nachlesen…

Als Abschluss gibt es noch 9 Seiten zum Ausmalen, auf denen man einige Bilder mit zur Geschichte passenden Motiven anmalen kann und sich selbst eine Geschichte dazu ausdenken kann. Aber auch die bunten Bilder bieten die Möglichkeit die Geschichte selbst zu erzählen. Momentan eines der Lieblingsbücher bei uns zuhause. Ein zweites Abenteuer vom kleinen Seeräuber Schokobart dürfte hier sofort einziehen.

Absolute Kaufempfehlung

Produktinformationen
Autorin: Jörg Schröder
Illustratorin: Jörgt Schröder
Erschienen: 28. Juni 2019 (1.Auflage)
Hardcover mit 32 Seiten
Preis: 14,90€
(getestet über Literaturtest.de)


Easi Speak Aufnahmegerät

Geliefert wird das kleine, handliche, etwa 13cm große Aufnahmegerät in einer kleinen Schachtel, die auch zur Aufbewahrung weitergenutzt werden kann. Farblich habe ich die schwarze Version des „Standardgerätes“. Mittlerweile gibt es aber auch Nachfolgeversionen, wie das Easi Speak PRO oder das Bluetoothgerät. Das schwarze Gerät gibt es nur noch gebraucht, die aktuelle Version ist gelb. Insgesamt wirkt die Verarbeitung des Gerätes bei einem Preis von 70€ doch recht billig, sodass ich gespannt bin, ob das Gerät auch Stürze aushält, wie es in Kinderhänden nunmal einfach vorkommt, und ob z.B. die Tasten auch den „Langzeittest“ bestehen.
An Zubehör ist ein USB-Verbindungskabel, eine englischsprachige Anleitung und ein längenverstellbares Umhängeband enthalten. Die englischsprachige Anleitung störte mich dabei doch etwas, da mir manche Begriffe einfach nicht geläufig waren.

Das Easi Speak verfügt über einen eigebauten Akku, der mittels USB aufgeladen werden kann. Mit 128MB integriertem Speicher ist eine Aufnahmekapazität von etwa 4 Stunden gegeben. Das Gerät besitzt einen integrierten Lautsprecher, mit dem Tonaufnahmen direkt angehört werden können. Hierbei kann auch die Lautstärke variiert werden oder ein Kopfhörer angeschlossen werden.

Der erste Test im Büro verlief recht gut. Zu Beginn der Aufnahme gibt es eine leichte Verzögerung, bis die Aufnahme tatsächlich startete. Daher lieber kurz 2 Sekunden warten und dann mit der Aufnahme beginnen. Ich hatte dabei das Gerät wie ein Mikrofon in der Hand. Zunächst experimentierte ich ein wenig mit der Entfernung zum Sprecher. Hier waren auch „größere“ Entfernungen, wie ein Abstellen auf dem Tisch möglich. Allerdings darf man sich dann nicht vom Gerät abwenden oder vom Tisch entfernen, sonst wird es doch undeutlich oder zu leise. Das Umhängeband eignet sich lediglich zum sicheren Transport, eine Aufnahme wird durch die Reibung an der Kleidung gestört. Das Abspielen der Aufnahmen gelang auch recht gut, allerdings wäre ein eingebautes Display doch ganz gut (die PRO-Version hat dieses), da die Steuerung doch recht unübersichtlich ist, wenn schon mehrere Aufnahmen gespeichert sind. Hier hilft nur, die überflüssigen Aufnahmen zu löschen oder auf den PC zu übertragen. Dafür besitzt das Easi Speak einen integrierten USB-Anschluss im Fuß des Geräts. So gelingt die Übertragung recht schnell. Die Dateien stehen dann im MP3- oder WAV-Format zur Verfügung und können mit gängigen Tonbearbeitungsprogrammen verwertet werden. Das Programm Audacity (Freeware) wird auf dem Gerät mitgeliefert. Die Klangqualität der Aufnahme ist in Ordnung, wenn auch nicht überragend. Für den Schulgebrauch finde ich es in Ordnung.

Der zweite Test in der Schule verlief nicht ganz so reibungslos, wie ich erhofft hatte. Die Aufnahmefunktion hatten die Kinder schnell verstanden, allerdings klappte es nur mit Mühe, eine brauchbare Aufnahme herzustellen. Die Kinder mussten recht dicht um das Gerät herumsitzen, damit man auch alle Kinder in etwa gleicher Lautstärke hört. Außerdem ist eine geräuscharme Umgebung notwendig, Fenster sollten geschlossen sein und Nebengeräusche stören die Aufnahme sehr. Bis eine wirklich brauchbare Aufnahme entstand, dauerte es doch einige Zeit. Vielleicht gibt sich das, wenn die Kinder etwas mehr Routine haben. Alternativ sollte das Mikrofon vielleicht auch hauptsächlich für einzelne Kinder (z.B. zur Verbesserung der Aussprache beim Lesen, Englischlernen oder im DAZ/VKL-Bereich). Das Abspielen der jeweils eigentlich gesuchten Aufnahme hat nicht ganz so zuverlässig geklappt, da die Kinder teilweise mehrere Aufnahmen gemacht hatten. Zur Sicherheit hatte ich ihnen nicht gesagt, wie sie unbrauchbare Aufnahmen löschen können, das hatte ich dann übernommen. Die Kinder waren von ihrer Aufnahme begeistert, es war ein kurzes Lesestück mit verteilten Rollen aus dem Lesebuch und sie fanden es witzig. Vermutlich hätten sie noch den ganzen Tag daran arbeiten können und die Aufnahme verbessern können 🙂

Mein Fazit:
Die Kinder hatten ihren Spaß und konnten recht gut mit dem Easi Speak arbeiten. Die Klangqualität ist ganz gut, natürlich ist es kein Profi-Gerät, an dieses hätte ich andere Ansprüche. Für den Einsatz in der Schulklasse ist das Easi Speak gut geeignet, da die Bedienung ansich recht leicht funktioniert. Im Einzeleinsatz kann ich mir das Mikrofon gut im Fremdsprachenunterricht oder in Deutsch zur Verbesserung des Vorlesens vorstellen.
Ein Nachteil ist, dass der Akku fest verbaut ist und nicht ausgetauscht werden kann, falls er defekt sein sollte. Insgesamt wirkt das Gerät auf mich auch in der Verarbeitung etwas billig, wobei es die ersten beiden Stürze von Tischhöhe bereits ohne sichtbare Spuren überlebt hat.

Produktinformationen
Easi Speak Aufnahmegerät
Größe ca. 13cm
Speicherkapazität 128MB
Preis: 69,95€ (aktuelle Version in gelb)
(getestet über Betzold GmbH – https://www.betzold.de/cat/3535199/ )


Die Legende der Star Runner

Nach einer kurzen Einführung zum „Gebrauch“ des Buches folgen 32 Kapitel mit einer abenteuerlichen Geschichte rund um eine Familiengeschichte und ein altes Piratenschiff.

Die 3 Protagonisten Timmi, Lilli und Marvin besuchen Lillis Opa, der ihnen die Geschichte vom Schatz des Piraten Lotterlulu und seinem Schiff Star Runner erzählt. Als sie ein Gespräch zwischen einem Fremden und Opa belauschen erfahren sie, dass er Schulden hat und das Haus gepfändet werden soll. Sofort ist den Kindern klar, dass sie den Schatz von Lotterlulu finden müssen, um Opas Haus zu retten. Sie begeben sich auf die Suche nach dem Schiff, welches damals aus dem abgesperrten Kanal der Stadt über Nacht spurlos verschwand. Bei ihrer Suche begegnen sie dem Schatzjäger Sir London und verbünden sich mit diesem.

Während ihrer aufregenden Suche wecken die Abenteurer eine dunkle Kraft, die das Geheimnis der Star Runner um jeden Preis bewahren will und es gibt einige brenzlige Situationen zu meistern. Ob und wie es ihnen gelingt, müsst ihr selbst lesen

Das besondere an diesem Buch verrät schon das Cover: Ein Lüfte-das-Geheimnis Rätselabenteuer.
Nach jedem Kapitel gibt es eine bunte Seite mit einem Suchauftrag. Als Hilfestellung kann man sich hinten im Buch mit Hilfe eines Spiegels einen Tipp holen. Außerdem sind die Rätsel in 3 Schwierigkeitsstufen unterteilt, welche durch eine entsprechende Anzahl an Lupen gekennzeichnet sind. Es ist nicht zwingend notwendig die Rätsel zu lösen, denn die Lösung wird zu Beginn des nächsten Kapitels verraten. So kann das Buch rein theoretisch auch einfach durchgelesen werden.

Meine Meinung:

Ich habe schon länger kein so gutes Kinderbuch mehr gelesen. Es ist spannend, ich konnte es kaum weglegen und habe es innerhalb von einem Tag fertiggelesen. Die Rätselbilder sind teilweise schon recht anspruchsvoll, ich habe mir auch den ein oder anderen Tipp holen müssen, was mich schon etwas fuchste – der Ehrgeiz war geweckt. Die Geschichte gefällt mir insgesamt sehr gut, sie ist abwechslungsreich und bietet immer wieder unerwartete Wendungen, die Familiengeschichte bietet einen schönen Rahmen. Das Ende macht Lust auf mehr – wenn es ein weiteres Timmi Tobbson Abenteuer gibt, ich werde es sicher lesen!

Produktinformationen
Verlag: h.f.ullmann
Autorin: Jens I. Wagner
Illustratorin: Cindy Fröhlich
Erschienen: 15.Februar 2019 (1.Auflage)
Gebundenes Buch mit 165 Seiten inkl. 15 Seiten Anhang
Preis: 9,99€

(getestet über Literaturtest.de)


Fibi und ihr Einhorn – Band 5

Ein Comic-Buch über eine einzigartige Freundschaft zwischen dem Mädchen Fibi Howell und dem Einhorn Maiglöckchen Samtnüster. Gemeinsam erleben sie die verschiedensten, teils komische Situationen. So planen sie in Band 5 eine Halloween-Party, treffen Kobolde, freuen sich über den Schnee, überwinden einen Einhorn-Entzug, da Maiglöckchen ins Einhorn-Spa fährt, schreiben Schultests, zocken Handy- und Konsolenspiele mit Mom und Dad, lesen Harry Trotter und lernen, dass man ein Einhorn nie für eine Notlüge nutzen darf.

Die verschiedenen Episoden erstrecken sich teilweise über einzelne, meist aber über mehrere Seiten. Die einzelnen Geschichten sind jedoch nicht voneinander abgegrenzt. Insgesamt sind die Dialoge recht kurzweilig und mit Humor und teilweise einigem an Ironie gespickt.

Das Comic-Buch lässt sich recht flott durchlesen und ist an sich inhaltlich nicht sehr anspruchsvoll. Einzelne Begriffe, die Kindern/Jugendlichen nicht geläufig sind, sind im Glossar auf den letzten 3 Seiten erklärt. Diese Nachschlagehilfe finde ich eine tolle Idee und dadurch, dass es ein Comic ist, wird der Lesefluss auch nicht großartig gestört, wenn man ein Wort nachschlägt.

Empfehlenswert für Mädchen ab ca. 9 Jahren, die gerne Comics lesen, Einhörner mögen und auch ein wenig Ironie herauslesen und richtig verstehen können.

Meine Meinung:

Absolut nicht meins… Bereits nach wenigen Seiten war ich zugegeben echt genervt. Inhaltlich ist das Buch in Ordnung, vielleicht bin ich nicht „Mädchen“ genug, um ein Einhorn-Buch supertoll zu finden , aber der Schreibstil ist gelungen. Allerdings kam ich überhaupt nicht damit klar, wann eine Geschichte beendet und die nächste begonnen wurde. Dann gingen manche Episoden nur über eine Seite und schon kam das nächste. Ich empfand es daher nicht sehr angenehm zu lesen und war froh, es schnell ausgelesen zu haben, obwohl ich eigentlich wirklich immer gerne Comics gelesen habe. Ich befürchte ich bin aus diesem Alter einfach heraus. In der Klassenbücherei hingegen findet es bei meinen Vierern durchaus Beachtung, die Mädchen kennen allerdings auch bereits die ersten Bände, vielleicht gewöhnt man sich ja daran!

Produktinformationen
Verlag: h.f.ullmann
Autorin: Dana Simpson
Erschienen: 1.Februar 2019 (1.Auflage)
Taschenbuch (Softcover) mit 176 Seiten, davon 3 Seiten Glossar
Preis: 8,99€

(getestet über Literaturtest.de)


Muss mein Kind aufs Gymnasium?

Klappentext (Rückseite):
“Seit dem Pisa-Schock erlebt die deutsche Schule einen radikalen Wandel. Neben dem Gymnasium erscheint eine Vielzahl neuartiger Gesamtschulen auf der Bildfläche. Christian Füller, einer der besten Kenner der Schullandschaften, sieht darin die verspätetete Bildungsrevolution, wie sie 1968 gefordert wurde. Er zeigt, wie heute Kinder aller Schichten individuell lernen – und das Abitur erringen können. Digitale Lernformen breiten sich aus, und dabei wird jene Schule wichtig, die das kritische Lernen einst erfand: das Gymnasium.

Überblick über den Inhalt:
In dem im Oktober 2018 erschienenen Buch von Christian Füller, setzt sich der studierte Politikwissenschaftler und Fachjournalist (Schwerpunkt Bildung und Lernen im digitalen Zeitalter) mit den verschiedenen neuen Schulformen, wie z.B. den Gemeinschaftsschulen auseinander. Er fordert Eltern auf, sich einen Überblick über die aktuelle Schullandschaft zu verschaffen und gibt Einblicke bzw. einen Überblick über sein Verständnis der deutschen Bildungspolitik und der deutschen Bildungslandschaft und deren Folgen. Füller plädiert für einen gelasseneren Umgang bei der Wahl der Schulart. Durch die verschiedenen Gesamt- oder Gemeinschaftschularten soll der Fokus auf die Förderung von Fähigkeiten gelegt werden, um die Kinder fit für die Zukunft zu machen. Um Abitur machen zu können, muss man kein Gymnasium besuchen. Allerdings plädiert er auch für die Erhaltung des Gymnasiums, da es auch künftig noch eine wichtige Rolle in der deutschen Bildungslandschaft spielen wird.

Meine Meinung:
Bei dem Titel hatte ich ehrlich gesagt etwas anderes erwartet. Schon auf den ersten Seiten des Buches merkte ich, dass es hier nicht darum geht, Eltern aufzuzeigen, dass nicht jedes Kind Abitur machen muss, da es ja auch noch andere Wege der Lebensgestaltung gibt – überspitzt formuliert. Daraufhin musste ich das Buch erstmal zur Seite legen und mich mit dem Gedanken anfreunden, ein Buch zu lesen, dass vermutlich in eine ganz andere Richtung geht, als angenommen. Ich geben zu, es fiel mir schwer, es wieder zur Hand zu nehmen. Doch überraschenderweise, ein Blick ins Inhaltsverzeichnis überzeugte mich weiterzulesen, wird auch dieses Problem von Herrn Füller beleuchtet. Er fragt nach Hintergründen der, in manchen Berufen schweren Azubi-Suche und widmet sich auch den Entwicklungen von Pisa-Studie über das sog. “Turbo-Abi” bis hin zur Inklusion. Alles in allem ein Buch, das den Anspruch erhebt einen Überblick über verschiedenste Richtungen des deutschen Bildungssystems zu geben, ohne dazu zu theoretisch zu werden.
Für mich bleibt fraglich, ob die neuen Schulformen dazu dienen (sollten), das Abitur ohne Leistungsdruck zu erreichen oder ob es nicht besser wäre, das “klassische” Abitur zu erlangen, und damit die Studierfähigkeit, die es vermutlich nicht im “Schongang” gibt. Mag sein, dass Herr Füller dies ähnlich sieht, herausgelesen habe ich es allerdings nicht.

Ein interessantes Video der Frankfurter Buchmesse habe ich hier noch gefunden.

Produktinformation:
Autor: Christian Füller
Verlag: Duden Verlag
Erschienen: 1. Oktober 2018 (1. Auflage)
Taschenbuch mit 212 Seiten
Preis: 18,00€

(getestet über literaturtest.de)



Mehr als Pommes und Chips – die Kartoffel

Passend zum Herbst starten wir in Klasse 3 mit dem Thema
Kartoffel. Dazu durfte ich diesmal die Lernwerkstatt des Lernbiene Verlags testen. Herzlichen Dank dafür!
Das Material ist als Stationenarbeit aufgebaut, umfasst 18
verschiedene Stationen zu vielfältigen Themen rund um die Kartoffel.  So gibt es z.B. Lesetexte zur Kartoffelpflanze oder verschiedenen Schädlingen, Hintergründe woher die Kartoffel kommt und wie sie nach Europa kam, verschiedene Kartoffelspeisen teilweise inkl. Rezept, eine Kindergeschichte rund um Karlo Kartoffel, die Chipsherstellung wird thematisiert und auch eine Station zum Kartoffeldruck wird angeboten.
Es gibt einige Blätter, die bunte Bilder enthalten, z.B. das Rätsel, bei dem verschiedene Teile der Kartoffelpflanze stark vergrößert sind. Für uns Lehrer super: Zu 11 von 18 Stationen gibt es auch fertige Lösungsblätter, die von den Kindern als Selbstkontrolle eingesetzt werden. An den restlichen 7 Stationen sind keine ganz konkreten Lösungen erforderlich.
Vom Aufbau her startet das Material mit Vorbemerkungen, Informationen für die Lehrkraft und Erläuterungen zu den einzelnen Stationen bzw. die benötigten Materialien. Im Anschluss folgen der Laufzettel und die Stationskarten für die Hand der Schüler, auf denen die Arbeitsanweisungen notiert sind. Nun sind die einzelnen Arbeitsblätter zu den Stationen eingeheftet und zum Abschluss die Lösungsblätter. Ich habe die Druckversion, es gibt das ganze bei Lernbiene aber auch entweder als Download oder auf CD.
Das Material ist geeignet für Klasse 3/4 . Dem würde ich so zustimmen, auch wenn meine Dreier teilweise mit Begriffen Probleme hatten, aber die waren in der Regel schnell erklärt. Außerdem sind einige Texte doch recht lang und ich habe sie daher lieber mit den Kindern gemeinsam bearbeitet.
Was mir an sich gut gefiel, war dass das Material recht vielseitig war, also z.B. auch praktische Aufgaben, wie Rezepte oder Kartoffeldruck enthält. Insgesamt ist das Material aber sehr umfangreich, daher war für mich auch schnell klar, dass ich es nicht als Lernwerkstatt verwenden kann, sondern eben nur in Teilen. So habe ich z.B. auf die Geschichte von Karlo Kartoffel verzichtet, sie war mir einfach etwas zu kitschig, aber das ist wohl Geschmacksache. Zudem habe ich die Rätselbilder weggelassen, da ich sie zu
schwer fand. Auch die Stationen mit Rezepten,  Purzelwörtern, Redewendungen und denverschiedenen Kartoffelnamen sind für mich eher Zusatz- als Pflichtstationen.
Klar haben wir über Kartoffelspeisen gesprochen, aber nicht so ausführlich.
Die verwendeten Arbeitsblätter gefielen mir allerdings wirklich gut und auch die Kinder konnten damit gut und selbstständig arbeiten. Dafür fehlten mir im Material leider einige essentielle Dinge, die ich im Zusammenhang mit dem Thema Kartoffel wichtiger finde, als z.B. die Teile, die ich weggelassen habe. Die Themen Ernte (vielleicht auch im
Vergleich früher und heute) und Lagerung halte ich für sehr wichtig, da es für die Kinder näher an der Lebenswelt ist, als jetzt Redewendungen oder verschiedenste Namen für Kartoffeln zu kennen. Außerdem hätte ich mir auch gewünscht, dass das Wachstum der Kartoffelpflanze im Jahresverlauf thematisiert wird, am besten mit passenden Bildern, die so schön übersichtlich sind, wie das der Kartoffelpflanze.  Aber dazu sucht man leider auch bei vielen anderen Materialien vergeblich oder die Bilder gefallen mir nicht.
Fazit:
Das Material ist ansprechend gestaltet, in Teilen super einsetzbar, andere Teile eigenen sich aber auch als Zusatzstationen für schnellere Kinder oder solche, die noch etwas tiefer ins Thema einsteigen möchten. Die Lösungsblätter erleichtern die Selbstkontrolle und durch die Vielfalt der Stationen kann auch fächerübergreifend gearbeitet werden.
Allerdings fehlen mir persönlich einige wichtige Inhalte, auf die ich beim Thema Kartoffel nicht verzichten kann, da sie (finde ich) absolute Grundlagen sind. Daher nehme ich das Material gerne als eines von mehreren und setze es nicht als komplette Lernwerkstatt ein. Ich würde mich sehr freuen, wenn das Material um die Themen Wachstum der Kartoffelpflanze, Ernte und Lagerung ergänzt werden würde.
Produktinformation:
Autorin: Birgit Kraft
Illustrationen: Eva Lelgemann u.a.
Verlag: Lernbiene
2. überarbeitete Auflage 2013
Preis: 18,90€ – CD/Download abweichend
(zur Verfügung gestellt vom Lernbiene Verlag)

Irina und das sprechende Bild

Irina, die Tochter des Kaufmanns Timofej, deren Mutter
verstorben ist, sehnt sich nach einem Ereignis, das ihr langweiliges Leben etwas in Schwung bringt, ihr Leben verändert. Eines Tages bringt eine Taube ihr eine geheime Botschaft auf Birkenrinde. Irina begibt sich auf eine
abenteuerliche Reise, die sie zu einer Insel führt. Dort trifft sie den Heiligen und Wundertäter Nil Stolbenski, der ebenfalls eine Botschaft erhielt und Irina ein Bild geben soll. Das Bild trägt die Inschrift „Das sprechende Bild“. Das Mädchen soll es zum rätselhaften Ort Ridnitsirednuwsad bringen.
Dafür benötigt sie die Hilfe der Hexe Baba Jaga, die des Glückshuhns mit den goldenen Schwanzfedern und einiger weiterer Personen und Wesen. So erlebt Irina ein spannendes Abenteuer, das sich am Schluss des Buches als Inszenierung entpuppt, um das Mädchen von ihrer Trauer abzulenken.

Die Geschichte ist einfach, aber dennoch spannend geschrieben, es liest sich ein bisschen wie ein modernes Märchen. Die einzelnen  Charaktere sind
abwechslungsreiche Wesen, die dem Abenteuer von Irina immer wieder neue
Wendungen geben und als Wegweiser dienen. Das Ziel der Reise ist, wenn man sich den Ortsnamen genauer anschaut, älteren/erfahrenen Lesern recht schnell klar und somit keine große Überraschung.

Insgesamt ist die Geschichte sehr kindgerecht geschrieben, einzelne Passagen
sind aber für Kinder vielleicht inhaltlich nicht sofort zu erfassen. Gelegentlich
ist die Spannung recht hoch, aber für das empfohlene Lesealter ist ab 8 Jahren
in meinen Augen in Ordnung.
Die Illustrationen im Buch sind in schwarz-weiß gehalten, aber sehr detailreich. Es lohnt sich, diese gemeinsam zu betrachten, falls das Buch als Vorlesebuch dient. Ich selbst kann es mir gut vorstellen, das Buch im Unterricht als Vorlesebuch für meine Drittklässler einzusetzen bzw. habe das Buch nun für nach den Herbstferien bereits in der Schule gelagert.
Produktinformation:
Autorin: Nicole Grom
Illustrationen: Jörg Fuhlendorf
Verlag: Kiel & Feder Verlag
Erschienen: 10. August 2017 (1. Auflage)
Taschenbuch mit 212 Seiten
Preis: 10,99€

(getestet über literaturtest.de)


 

„Das Grundschullexikon“

Das Grundschullexikon des Duden-Verlags gliedert sich in 4
Teile: Einführung in das Lexikon und Tipps zur Informationsbeschaffung, das Lexikon von A-Z inklusive thematischen Sonderseiten, den Anhang „Schulwissenkompakt“ und das Mitmach-Lexikon. Abschließend folgen noch das Register und das
Bildquellenverzeichnis.

Der Lexikonteil umfasst über 250 Seiten und insgesamt 650 Artikel. Im Register findet man darüber hinaus noch etwa 2000 Begriffe, die innerhalb der Artikel des Lexikons miterklärt werden.

So hat man ein sehr umfangreiches und mit vielen ansprechenden Bildern ausgestattetes Nachschlagewerk. Die Erklärungen sind kindgerecht und gut verständlich, die Begriffsauswahl für die Artikel durchaus aktuell. So finden sich auch Schlagworte wie Abschiebung, Asyl oder Flüchtling. Gerade in der Grundschule begegnen Kindern diesen Begriffen (die vor ein paar Jahren in ihrem Wortschatz noch keine Rolle spielten) und ich halte es für sinnvoll, diese wirklich kindgerecht zu erklären. Insgesamt ermöglichen Querverweise innerhalb der Artikel sich vertieftes Wissen anzueignen, indem man den Verweisen folgt und so Zusammenhänge zwischen den einzelnen Schlagworten entdecken kann.

Die Sonderseiten bieten knappe Überblicke über 15 Themenn wie Berufe, Ernährung, Medien, aber auch Tod und Trauer und vieles mehr. Der Anhang „Schulwissen kompakt“ informiert über die wichtigsten Regeln und das Grundwissen, welches in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik,  Sachunterricht und Musik eine Rolle spielt. Im
Sachunterricht finde ich dieses Wissen schon mehr als reines Grundwissen. Vereinzelt
ist es schon recht „speziell“: Vermehrung von Pflanzen oder die Einteilung der Tiere in Wirbellose und Wirbeltiere inkl. Beispielen.
Ich finde das Grundschullexikon wird seinem Namen wirklich gerecht. Es bietet kindgerechte Texte zu sehr vielen Begriffen, die in der Lebenswelt der Kinder auftauchen. Zusätzlich findet man verschiedene Wissensseiten und Hilfestellungen für Präsentationen oder zum Lernen.
Tolles Nachschlagewerk für jede Klassen- oder Schülerbücherei!
Produktinformation:
Verlag: Duden Verlag
Erschienen: 1.Juni 2017 (4. Auflage)
Gebundene Ausgabe mit 320 Seiten
Preis: 25€
(getestet über literaturtest.de)

“CanGu und die Kuchenkrümel
… wie man über Umwege Freunde fürs Leben findet”
Im Buch von Audrey Harings geht es um den kleinen Hundewelpen Gucci, der, wie seine Welpengeschwister, aber getrennt von ihnen, in eine Pflegefamilie kommt, weil seine Menschenfamilie in den Sommerurlaub fährt. Gucci verbringt die Zeit auf einen Bauernhof und findet dort neue Freunde. Nur der Kater Canelo ist ihm nicht gutgesonnen und stellt ihm eine Falle, die Gucci ins Tierheim bringt. Mit Hilfe seiner dort gefundenen Freunde gelingt ihm der Ausbruch und er findet nach einigen Wirrungen seine Menschenfamilie wieder.
Ein einfach zu lesendes, in großer Schrift geschriebenes Kinderbuch mit einer Tiergeschichte, deren Protagonisten es tatsächlich gibt.
Für Kinder ab 8 Jahren geeignet, auch wenn es zwischendurch bei den Tierheimszenen schon zur Sache geht. Sprechende Tiere und eine alles in allem runde Geschichte – nur der Titel ist in meinen Augen irgendwie nicht so toll gewählt.
Ich selbst fand das Buch für mich selbst ehrlich gesagt nicht sonderlich spannend, der
Schreibstil ist schon seeeehr kindgerecht. Im nächsten Schuljahr werde ich es den Kindern vorlesen und schauen, ob es dort so gut ankommt, wie ich vermute.
Produktinformation:
Verlag: AH Tales and Stories S.L.
Erscheinungsdatum: 29. März 2017
Autor: Audrey Harings
Taschenbuch mit 204 Seiten
Preis: 9,99€

(getestet über literaturtest.de)


“Hasenstarke Rätsel und Mandalas”
55 Seiten voller verschiedenster Rätsel und Ausmalbildern
begleitet von einer Geschichte rund um den kleinen Hasen Paul, der seinen Onkel Frollo aus dem Rabenwald kennenlernt. Gemeinsam mit ihm erleben Paul und seine Freunde aufregende Abenteuer: Sie bekommen Besuch aus dem All, zaubern Pauls Grippe weg, brauen einen Zaubertrank und besuchen die Dinosaurier.
Passend zur Geschichte gibt es Bilder zum Ausmalen oder
Mandalas zum Fortsetzen, sowie kleine Rätsel, die mit wenigen Worten erklärt werden können. Einige Aufgaben sind auch selbsterklärend, wie z.B.
Labyrinth-Aufgaben oder Schatten-Aufgaben.
Am Schluss der Broschüre finden sich Elterntipps für die Vorschulzeit und die Lösungsseiten. Zudem gibt es eine Doppelseite mit Stickern, die z.B. als Gesprächsanlässe über die einzelnen Charaktere oder zum Erstellen eigener kleiner Geschichten dienen können. Optisch ist auch diese “Hase Paul – Broschüre” wieder absolut top!
Die Altersempfehlung des Duden-Verlags ist die Vorschulzeit.
Ich bin der Meinung, dass der kleine Hase Paul auch gut im DAZ/VKL-Unterricht
eingesetzt werden kann. Warum? Gerade jetzt, wenn vermutlich überall, so wie bei uns, viele Flüchtlingskinder in diesem Unterricht sitzen, die teilweise noch nie einen Buntstift in der Hand hatten oder von feinmotorischen Übungen wenig gehört haben, dann kann diese Broschüre ein bisschen Material liefern, eingebettet in eine kindgerechte Geschichte. Hier wäre es z.B. denkbar, dass die Lehrkraft die Geschichte immer zu Beginn weiterliest und anschließend einzelne passende Aufgaben bearbeiten lässt.
Einzig einen Kritikpunkt möchte ich benennen: Der Titel ist in einem Punkt recht irreführend, ich persönlich hatte mehr Mandalas erwartet, wenn diese im Titel so explizit benannt werden. Dabei sind es nur 5 Seiten auf denen Mandalas zu finden sind und diese sind teilweise sehr klein, zumindest meiner Erwartung nach.
Produktinformationen:
Verlag: Duden Verlag
Autorin: Dr. Annette Weber
Illustratorin: Antje Hagemann
Erschienen: 1.Januar 2017 (1.Auflage)
Taschenbuch (Softcover) mit 64 Seiten, davon 6 Seiten Lösungsteil
Preis: 9,99€(getestet über Literaturtest.de)

„Hexarella und der Wundervogel“
Auf dem Klappentext findet sich folgende Einführung:
„ Müssen Hexen immer böse sein? Eine Kinderkrimigeschichte.
Als die kleine Hexarella einem kranken Vögelchen helfen will, findet sie Rat bei der alten Hexe Schanaaxa und lernt den sprechenden Wundervogel kennen. Sie erfährt, dass auch andere Tiere, ja sogar Menschen krank geworden sind. Alles hängt irgendwie mit diesem Weiher zusammen. Wird sie herausfinden, was passiert ist?“
Diese Einführung machte mich neugierig und so las ich
gespannt. Hexarella ist ein Waisenhexenkind, das seit dem Tod ihrer Eltern mit ihrer bösartigen Tante Axafaxa und fünf weiteren Hexentanten zusammenlebt. Am liebsten verbringt sie ihre Zeit mit ihren besten Freunden Dixiixi und Doxooxo. Außerdem erfindet sie gerne Langwörter, je länger, desto besser.
Eines Tages fällt ihr ein kleines Vögelchen in den Schoß, dem es offensichtlich sehr schlecht geht. Hexarella beschließt die älteste Hexe im Dorf, Schanaaxa, um Rat zu fragen. Von dieser bekommt sie den geheimen Auftrag, ins Menschendorf zu gehen, um dort die Lösung des Rätsels zu finden. Kurze Zeit später trifft sie den wunderschönen Anführer der Vögel – den Wundervogel. Dieser erzählt ihr von seinen Beobachtungen rund um den Weiher: Von Menschen, die Giftbrühe in den Weiher leeren, von Axafaxa, die Vögel dorthin jagt und vielem mehr. Gemeinsam mit dem Wundervogel und seinen Vogelfreunden schmiedet Hexarella einen Plan, um herauszufinden, was genau passiert. Nur so viel sei verraten: Hexarella gelingt es, die Täter auf frischer Tat zu ertappen, dabei begibt sie sich jedoch in große Gefahr. Mit Hilfe ihrer Freunde Dixiixi und Doxooxo und den Vögeln gelingt es sie zu retten.
Optisch ist der Einband des Buches sehr gelungen, die Illustrationen sind liebevoll gestaltet. Im Buch selbst finden sich nur vier weitere Illustrationen. Die Überschriften der einzelnen Kapitel sind dafür auch noch in besonderer Schrift gestaltet. Eine ganz geschickte Sache, finde ich, ist auch der Lesebändel, welcher am Buch befestigt ist. So kann kein Lesezeichen herausrutschen.
Rein optisch eher ein „Mädchenbuch“, inhaltlich durchaus für alle Kinder geeignet. Die Leseempfehlung des Verlags liegt bei 8 Jahren, ich persönlich würde aufgrund des Inhalts eher in Richtung Klasse 3/4 tendieren.
Ein tolles Buch über Mut, Freundschaft und witzige Hexenlangwörter.
Produktinformationen:
Verlag: Fabulus-Verlag
Autor: Klaus Schuker
Erschienen: 28. Februar 2017 (1.Auflage)
Gebundene Ausgabe (Hartcover) mit 120 Seiten
Preis: 15,00€(getestet über Literaturtest.de)

„Mit Paul ins Abenteuer Schule – Englisch 1.Lernjahr“
Die Übungshefte „Mit Paul ins Abenteuer Schule“ des Duden
Verlags sind angelegt als Lesegeschichten inklusive Übungen zu den unterschiedlichsten Themenbereichen der verschiedenen Hefte. Neben Englisch im 1. Lernjahr gibt es Hefte für das Erste Lesen, das Erste Rechnen, Konzentration, Schwung- und Schreibübungen, sowie Hefte für Klasse 2 zum richtig schreiben, richtig rechnen und Lesetraining. Passend gibt es zu einigen Übungsheften noch Übungsblöcke mit zusätzlichen Aufgaben.
Inhaltlich geht es um den kleinen Hasen Paul und seine Freunde. Sie werden auf der ersten Doppelseite vorgestellt. Außerdem findet sich dort eine kurze Hinführung zur Geschichte des Übungsheftes.
Im Heft „Englisch“ besucht Paul mit seinen Kumpels England. Die Freunde gehen auf Klassenfahrt und treffen die englischen Partnerschüler. Mit Hilfe der auf Deutsch erzählten Geschichte, begleiten die Kinder den Hasen Paul und seine Freunde auf die Klassenfahrt und lernen, genau wie der kleine Hase, Englisch. Dies geschieht mit einer Vielzahl an spielerischen Übungsformen, wie beispielsweise Aufgaben zum Anmalen, Zeichnen, Knobeln oder auch Lücken füllen. Aufgabenstellungen und Vokabeltipps gibt es auf Deutsch. Nach jedem Kapitel gibt es Paolos Übungsecke, in welcher die Inhalte des Kapitels noch einmal wiederholt und vertieft werden können.
Im hinteren Teil des Heftes befinden sich 9 Seiten mit Lösungen. Zudem befindet sich hinten im Heft ein
Stickerbogen, der genutzt werden kann, entweder als kleine Belohnung oder um z.B. die Geschichte weiter zu erzählen.
Die Idee, das Lernen bzw. Üben mit einer Geschichte zu
verknüpfen, gefällt mir sehr gut und gab auch den Ausschlag für das Interesse an einem Rezensionsexemplar. Die Umsetzung finde ich insgesamt sehr gelungen. Die Geschichte vom Hasen Paul, der auf Klassenfahrt nach England geht, ist ansprechend, kindgerecht und liebevoll illustriert. Die verschiedenen Übungen fangen „vorsichtig“ an, mit einfachem Grundwortschatz, über Name und Wohnort nennen, Wochentage und Familie und steigern sich dann langsam von der Komplexität und dem Wortschatz her. Die Geschichte und die Arbeitsanweisungen
bleiben deutsch und helfen so den Kindern, diese auch auf jeden Fall zu verstehen, was sicher gerade für schwächere Lerner einen Vorteil bietet. Als Zusatzmaterial für das spielerische Üben zuhause somit sicher geeignet.
Es steht vermutlich bewusst als Zielgruppe nicht 1. Klasse, sondern 1. Lernjahr darauf. Ausgelegt sind die „Hase Paul“ – Hefte vom Verlag
für Klasse 1/2. Das Englisch-Heft kann sicher frühestens ab Mitte Klasse 2 eingesetzt werden, wenn die Kinder in der Lage sind, die Texte zu lesen, denn allein durch die Geschichte im Übungsheft ist es schon recht viel Text. Daher für schwache Leser oder Kinder, die nicht gerne lesen auch eher schwierig. Alternativ benötigt man viel Unterstützung durch Erwachsene, die die Bearbeitung des Heftes begleiten. Dann halte ich einen Einsatz allerdings nicht mehr für gewinnbringend. In der Schule selbst ist ein Einsatz für mich höchstens als Zusatzmaterial denkbar, z.B. in der Freiarbeit, da es sicher die Kinder in der Altersstufe bis Ende Klasse 2, noch nicht komplett alleine bearbeiten können.
Produktinformationen
Verlag: Duden Verlag
Autorin: Dr. Annette Weber
Erschienen: 15.Juli 2016 (1.Auflage)
Taschenbuch (Softcover) mit 64 Seiten, davon 9 Seiten Lösungsteil

Preis: 9,99€

(getestet über Literaturtest.de)


Kurzer rechtlicher Hinweis:
Um dieser Tätigkeit nachgehen zu dürfen, benötigt man eine (möglichst schriftliche) Genehmigung der Schulleitung und muss eine Nebentätigkeit anmelden bzw. sich genehmigen lassen.
Außerdem sollte man sicherstellen, dass die Rezensionen nicht irgendwo mit Namen und “Statusbezeichnung” erscheinen.

4 Kommentare

  1. Hallo! Weiß das Schulamt schon von deiner Nebentätigkeit? Das muss man als Nebenverdienst anmelden. Ist kein Scherz, muss man tatsächlich. Und damit man der Tatbestand der "Bestechlichkeit" umgeht (haben wir ja alle so unterschrieben, dass wir keine Werbung machen dürfen und nicht bestechlich sind) , ist es am besten, das Buch in der Schule allen Kolleginnen und Kollegen zugänglich zu machen, dann ist man auf der sicheren Seite. Viele Grüße, Anke

    1. Hey Anke,danke, das weiß ich! Gewerbe/Nebentätigkeit (auch beim Schulamt) habe ich sowieso angemeldet, daher kein Problem. Das mit der Bestechlichkeit kenne ich so nicht, denn ich bekomme, wie meine Kolleginnen auch (gerade jetzt im Zuge des neuen Bildungsplans) immer wieder persönliche Prüfstücke von verschiedenen Verlagen… Läuft das dann auch unter Bestechlichkeit?Das Material in die Schule zu geben, ist aber auch ne gute Idee 🙂 Danke!

    2. Bestechlichkeit liegt doch nur vor, wenn du Gegenleistungen, die der Vorteilnahme dienen, erbringst, meine ich. Aber du rezensierst, hoffentlich wirklich ehrlich, als Gegenleistung. Wenn du nun entscheiden würdest, dass die nächsten Schulbücher von diesem oder jenem Verlag bezogen werden, weil du von dort besonders viele Prüfstücke bekommen hast. In der Realität wohl nicht der Fall, da ja die Entscheidung nicht bei einer Person liegt. Daher sehe ich keinen Grund für Bestechlichkeit. Ich wüsste allerdings auch nicht, dass ich unterschrieben habe, dass ich keine Werbung machen darf, außer im Bereich Politik, da darf ich als Beamter keine öffentliche Parteiwerbung machen. Vielleicht liegt das aber auch am Bundesland.Mit der Nebentätigkeit kenne ich mich zu wenig aus, ob man diese tatsächlich benötigt. Aber von einer Kollegin weiß ich beispielsweise, dass sie sogar bei einem Verlag direkt als Autorin arbeitet und auch Fortbildungen macht und Provisionen kassiert. Das ist eine legale Nebentätigkeit, die auch in keiner Weise mit einer Bestechlichkeit in Zusammenhang gebracht wird. LG Matthias

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