Wochenplan – Organisation der Pläne

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Wie versprochen hier ein Einblick, wie ich in meiner Klasse die Wochenplanarbeit aufbaue.

Aktuell sind die Pläne 4fach differenziert, Niveau 1 – 3 Sterne und der VKL-Plan für das Flüchtlingskind, dieses nutzt in Deutsch natürlich anderes Material als meine Vierer. Die anderen Pläne enthalten in Menge und Anforderung gestaffelte Aufgaben, wobei ich in Deutsch z.B. darauf achte, dass 1 Tag pro Woche der Bereich Lesen/Textverstehen dran kommt und 1 Tag pro Woche zur Rechtschreibung. An den restlichen 3 Tagen stehen dann Übungen zu Grammatik und/oder Aufsatzerziehung an. In Mathematik versuche ich 1x pro Woche auch Rechengeschichten oder Knobelaufgaben einzuplanen.

Vom Aufbau her ist es so, dass die Kinder für jeden Tag Aufgaben für Deutsch und Mathe bekommen, diese sind als Schulaufgaben gekennzeichnet. Hierbei unterscheiden wir die Pflichtaufgaben und die Kronenaufgaben. Kronenaufgaben werden bearbeitet, wenn die Pflichtaufgaben fertiggestellt sind. Zusätzlich gibt es für Deutsch und Mathe auch Aufgaben, die als Hausaufgaben gekennzeichnet sind. Die Kronenaufgaben bei den Hausaufgaben sind freiwillig. So ist klar, was wann gemacht werden muss. Wer mit dem Schulpensum nicht fertig wird, macht den Rest zuhause. Für alle Schulaufgaben gibt es Selbstkontrolle hinter der Tafel, die Hausaufgaben sammle ich in der Regel am nächsten Tag ein und kontrolliere sie oder es gibt eine Kontrollstation. Wenn ich sie eingesammelt hatte, dann erfolgt die Rückgabe über 2 Kisten: rot = hier muss nochmal nachgearbeitet werden oder grün = in Ordnung, keine oder nur einzelner Fehler (*Werbung*).

Bei der Vorbereitung notiere ich mir knapp Hinweise für die Woche, also z.B. was kopiert werden muss oder was vor der Wochenplanarbeit gemeinsam eingeführt oder zur Erinnerung nochmal kurz wiederholt wird. Die Kinder wissen, dass sie von mir das “Go” kriegen, wann sie anfangen dürfen. So habe ich zu Beginn der Wochenplanstunden die Möglichkeit die Einführung in ein Thema zu machen, ohne alle nochmal unterbrechen zu müssen.

Ich versuche eine Bandbreite an möglichen Arbeitsmaterialien, wie Schulbücher, Arbeithefte, Übungshefte, Lernspuren und Arbeitsblätter einzubeziehen. Nach und nach kommen vorhandene Freiarbeitsmaterialien hinzu. So kann ich die entsprechenden, aktuell nicht genutzten Materialien zum korrigieren einsammeln, ohne die Kinder beim Arbeiten aufzuhalten.

Hier folgen noch einzelne Bilder:

Grüße Tanja


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6 Kommentare

  1. Liebe Tanja, danke für deine tollen Einblicke. Da ich auch mit Plänen unterrichte, interessiert mich dieser Beitrag besonders.
    Leider kann ich auf den Bildern kaum etwas erkennen, gibt es eine Möglichkeit die Pläne oder ev. einen Plan näher zu sehen zu bekommen?
    Ich danke dir vielmals,
    Katharina

  2. Liebe Tanja,
    auch von mir herzlichen Dank für diesen Einblick in deine Arbeit. Ich finde solche Berichte sind es, dir wirklich helfen, da man so mal richtig die Arbeit sieht. Wie Katharina schon vor mir, hätte ich noch kleine Nachfragen.
    Ich bin noch sehr neu im Lehramt und finde sowas halt immer spannend 🙂
    Wie lange sind deine SchülerInnen schon an Wochenpläne gewöhnt? Es klingt wunderbar, wie alles bei dir läuft und wie gut du damit auf die verschiedenen Kinder eingehen kannst. Natürlich wäre es dann noch spannend, wie du es für die einzelnen Themen schaffst, so gut zu differenzieren.
    Vielen Dank
    Es grüßt
    Patrick

  3. Hallo ihr 2.
    Ich versuche morgen mal noch ein besseres Bild zu machen ☺. Dann versuche ich auch die Differenzierung daran etwas zu erklären.
    Grüße Tanja

  4. Hallo liebe Tanja,
    ich bin gerade durch Zufall auf deine Seite gelangt und habe mir gleich mal die Rechentrainer gekauft. :)))
    Ich bin großer Fan von der Wochenplanarbeit und auch gerade dabei in Mathe 2-3 fach zu differenzieren. Meine Frage zu deinen Wochenplänen. Wie schaffst du es von der Zeit her alle Hausaufgaben zu kontrollieren, ist das nicht sehr zeitaufwendig? Ich habe zwei Klassen mit insgesamt 30 Kinder, da wäre eine tägliche Kontrolle sehr zeitintensiv. Daher hatte ich die Überlegung, dass ich immer nur 1-2 Aufgaben pro Woche kontrolliere, der Rest soll von den Schülern selbst kontrolliert werden. Aber vielleicht hast du ja noch ein paar andere Tipps?
    Viele liebe Grüße
    Sarah

    1. Hallo Sarah,
      ich variiere das immer etwas. Meist kontrolliere ich nur auf Vollständigkeit und hänge ein Lösungsblatt an die Tafel zur Selbstkontrolle – wer etwas nicht versteht darf kommen und wir bearbeiten die Aufgabe nochmal gemeinsam (Kind und ich). Wenn ich das Gefühl habe, es muss wirklich nochmal besprochen werden, dann machen wir die Kontrolle gemeinsam im Plenum und besprechen auch die Zwischenschritte ausführlich. Was bei meinen auch gut funktioniert ist Kontrolle in Partnerarbeit und wenn unterschiedliche Ergebnisse vorliegen, dann rechnen die Partner nochmal nach oder versuchen sich z.B. in Deutsch die Lösung gegenseitig zu erklären. Hilft das nicht, dann kommen sie zu mir. Auf Arbeitsblättern versuche ich auch mal die Lösungen direkt zu integrieren als Selbstkontrolle.
      In Klasse 4 ist es mir wichtig, dass die Kinder möglichst viel in Eigenregie tun – Verantwortung für das eigene Lernen übernehmen heißt auch, dass sie Hausaufgaben ordentlich kontrollieren, Fehler verbessern und nachfragen, wenn etwas noch unklar ist.
      Grüße Tanja

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