Differenzierte Hausaufgaben

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Vorallem in Mathematik gehen die Leistungen und das Arbeitstempo meiner Schüler recht weit auseinander. Wenn bei Übungsaufgaben die erste “Fertig” schreien, dann nehmen andere gerade erst die erste Aufgabe in Angriff.
Leider ist es bei Übungsstunden dann auch so, dass manche Kinder recht viele Hausaufgaben hatten und andere keine oder recht wenig.
Dies hatte ich am letzten Elternabend auch thematisiert und den Eltern meinen Versuch eines sinnvollen Lösungsversuchs mitgeteilt bzw. um deren Unterstützung dafür geworben.
Ich weiß, dass Hausaufgaben ansich recht umstritten sind, ich persönliche lege allerdings wert darauf, da es für mich wichtig ist, dass zum einen die Eltern auch etwas involviert sind in den Schulstoff (was klar, nicht bei allen Kindern so funktioniert-leider!) und eben auch, da die Kinder unterschiedlich viel Übung benötigen. Daher gebe ich nun differenzierte Hausaufgaben.
Hierbei teile ich die Kinder in Gruppen ein, je nachdem, wie weit sie mit den Übungen im Unterricht/der Freiarbeit gekommen sind. An der Seitentafel werden dann für jede Gruppe eigene Hausaufgaben notiert.

So z.B., dass einmal wirklich alle die Basisübungen gemacht haben und dass aber gerade schnellere Kinder, die recht fit sind, auch mal ein paar schwierigere Aufgaben/Knacknüsse/… lösen müssen. Diese Aufgaben waren bisher immer freiwillig oder eben zur Differenzierung im Unterricht. Da aber kaum jemand die freiwilligen Aufgaben gemacht hat, nutze ich sie nun dafür.

Mir war es wichtig den Rückhalt der Eltern dafür zu haben, denn nur dann ist es in meinen Augen möglich, diese Art und Weise des Hausaufgabengebens störungsfrei durchzuführen. Ansonsten wird jedes Mal diskutiert, warum der eine jetzt mehr machen muss als der andere – so zumindest meine bisherige Erfahrung.

Ich bin gespannt, wie es klappt!
Wie handhabt ihr das? Gibt es bei euch differenzierte Hausaufgaben?

Grüße Tanja

2 Kommentare

  1. Liebe Tanja,

    Ich differenziere nicht nur. Ich habe das Schuljahr in Arbeitsabschitte geteilt, die von den Kindern in ihrem individuellen Tempo durcharbeiten (realisiert durch Arbeitspläne und viel Material). Dabei gibt es Basisaufgaben, die von allen erledigt werden und Fördermaterial in beide Richtungen, d.h. kleinschrittig als auch nach oben. Meine Hausaufgaben gebe ich als Wochenhausaufgabe. Es geht um das üben, d.h. selten erhalten Kinder Übungen zum aktuellen Inhalt – vielmehr Übungsmaterial nach dem aktuellen Stand.

    Liebe Grüße, Melanie

    1. Das liest sich sehr spannend, herzlichen Dank für deinen Kommentar.
      Wir sind aktuell dran, die Leistungsbewertung zu verändern und dort werden wir ab nächsten Schuljahr solche Dinge wie Klassenarbeit zu individuellem Zeitpunkt und auch offene Klassenarbeiten bzw. individuelle Klassenarbeiten erproben. Dafür muss der Unterricht sicher auch noch umstrukturiert werden. Ich bin bei solchen Dingen immer gerne experimentierfreudig und probiere gerne Neues aus 🙂
      Grüße Tanja

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